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Uganda – Auf den Spuren Hemingways

57 Jahren nachdem Ernest Hemingway (einer meiner Lieblingsschriftsteller) Uganda bereist hatte, war ich dieses Jahr an der Reihe.

Auch ich bin zwei Mal gestrandet. Wenn auch nicht so abenteuerlich wie der Ernest mit zwei Bruchlandungen. Bei uns hat ’nur‘ der Trailer zwei Mal den Geist aufgegeben. Dazu dann später vielleicht mehr.

Uganda ist ein traumhaftes Land, und es fällt mir wirklich schwer einen bestimmten Tag als Highlight herauszupicken. Jeder Tag war auf seine Art unglaublich schön und ein Highlight.

Ich starte gleich mit ein atemberaubendes Tier: so menschlich und doch so friedlich, so groß und doch so sanft, den Berggorilla.

Die Tour ging um 7:30 Uhr morgens los mit der Einweisung, um 8 Uhr waren wir am Rande vom Bwindi-Regenwald. Nach knapp über drei Stunden durch den Regenwald, wo es zeitweise fast senkrecht hoch ging, der Weg nicht mal 20 cm breit war und ich mein Trinkwasser schon nach gerade mal einer Stunde rationieren musste, tauchte der erste Berggorilla auf, der Anführer der Gruppe: ein stattlicher Silberrücken stand hinter einem Busch gerade mal 150 cm weit weg von mir. Und dann ging es Schlag auf Schlag und wir waren mitten in der Gorillafamilie.

Ich darf vorstellen, die Familie Nshongi:


Wer mich kennt, weiß dass ich die Kamera kaum aus der Hand nehme, doch in dieser Stunde, bei den Berggorillas, habe ich für meine Verhältnisse sehr wenige Bilder gemacht. Dieser Moment war zu kostbar um es nur durch einen kleinen Sucher zu erleben und zu genießen.

Und so schnell wie Familie Nshongi aufgetaucht ist, so schnell war sie dann auch wieder weg. Als Abschiedsgeschenk zeigte uns ein Gorilla noch, dass er auch aufrecht gehen kann – was nicht wirklich elegant aussieht, aber eine Seltenheit ist.

Nach weiteren vier Stunden waren wir dann wieder zurück. Völlig erschöpft und überglücklich schmeckte mir auch das warme Bier und die kalte Camp-Dusche war einfach nur herrlich – und bald folgen die anderen Bilder…